Chan Chan

Chan Chan - die Hauptstadt des Chimú-Reiches.

    PeruDrawChanChan hf        Das Chimú-Reich entwickelte sich 1000 n. Chr. von Tumbes bis fast ins Lima-Tal.
                                                    Chan Chan in der Nähe des heutigen Trujilo (5km entfernt).
 

Die Stadt wurde aber schon unter den Mochica am Ende deren Periode im 9. Jh. gegründet, erreichte aber ihre Blütezeit unter deren Nachfolgern.
Mit seinen über 15km² (wahrscheinlich waren die Ausmaße ursprünglich noch wesentlich größer (>20km²)) ist Chan Chan die größte präkolumbische Stadt in ganz Amerika und bis heute die größte Stadt aus Lehmziegeln.
Die Mauern in der Stadt erreichten dabei eine Höhe von mehr als 12 Metern.
Die Milionen Lehmziegel wurden vor Ort hergestellt, in dem man feuchten Lehm in Formen presste und diese dann in der Sonne trocknen ließ. Zum Teil wurden aber auch große Formen aus Tapia  einem Lehm-Kalkgemisch geformt und dann gestampft. Deswegen wurde sie 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.    

 

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Zur Blütezeit des Chimúreiches lebten vermutlich 50-60.000 Menschen in Chan Chan. Neben den von den Mochica übernommenen Kunstfertigkeiten in der Keramikherstellung waren die Chimú bekannt für ihre Goldschmide.Hierfür waren sie auch noch nach der Eingliederung in das Inka-Reich bekannt und viele der Goldschmiede wurden nach Cusco verbracht. Aufgrund dieser Kunstfertigkeit wurden diese auch in den Chroniken zur Zeit der Eroberung des Inkareiches erwähnt. 
Chan Chan und das ganze Reich wurden um 1470-1480 vom Inka Túpac Yupanqui (ggf. auch schon 10 Jahr früher von seinem Vater Pachacútec, geht man nach den Chroniken von Peru war es Túpac Yupanqui vgl. Kapitel 113) unterworfen, wie üblich durfte der Häuptling oder Fürst seine Macht behalten und die eigenen Götter durften weiter angebetet werden, wenn Inti als oberster Gott anerkannt wurde.

 

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Bei dem Entwurf  von Chan Chan machten die Mochica bzw Chimú allerdings einen entscheidenden Fehler. Die Stadt wurde aus Lehmziegeln gebaut und das Naturphänomen El Niño beschädigt die Stadt bei seinem Auftreten jedes mal massiv, so dass obwohl die schönsten und wichtigsten Lehmreliefs inzwischen überdacht sind, früher oder später nichts mehr übrig sein wird. Die 15km² gleichten an vielen Stellen heute schon einem Trümmerfeld.
 

 
 
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