Pisco

Pisco ist eine Hafenstadt im Süden von Peru (240km von Lima) mit 100000 Einwohner im Department Ica. Pisco stieg schon im Jahre 1640 in den Rang einer vizeköniglichen Stadt auf. Die Stadt wurde schon zweimal von starken Erdbeben zerstört (1680 und 2007).



Nach ihr wurde ein Weinbrand aus Peru benannt, der in den Weinanbaugebieten entlang der pazifikküste Perus hergestellt wird und für den der Hafen als Umschlagsplatz diente.
Den Pisco gibt es in verschiedenen Varianten: PeruDrawPisco hf-2

Mosto Verde

Destiliert aus halbfermentierten Trauben, dadurch hat die Meische vor der Destilation einen höheren Restzuckeranteil.

Puro Sortenreiner (aus nur einer Traubensorte) Pisco  aus einer der 4 nicht aromatischen Traubensorten.
Aromático Bestehend aus einer der 4 besonders aromatischen Traubensorten.
Acholado Ist ein Pisco aus einer Mischung von unterschiedlichen Traubensorten. In der Regel immer ein Mix aus aromatischen und nicht aromatischen Traubensorten. Das Mischungverhältnis ist das Geheimnis des Geschmacks.
Aromatizado Dieser Pisco wird zusammen mit anderen Früchten destiliert wie Kirschen, Mango oder Limetten oder diese werden beim fermentieren der Meische hinzugefügt.

 

Die Gewinnung von Pisco findet in einem einzigen Destilationsvorgang statt. Es ist auch nicht erlaubt den Alkoholgehalt im Nachgang anzupassen. Der Brennmeister benötigt Erfahrung um die Destilation bei der richtigen Alkoholkonzentration zu beenden. Ein zusetzten von Hefen ist ebenso verboten wie die von Schwefel.

Nach dem Supreme Decreet darf Pisco in Peru nur aus 8 Traubensorten hergestellt werden:
Die 4 aromtatischen Traubensorten (für Pisco Aromático): Pisco chico-2

  • Italia
  • Torontel
  • Muscatel
  • Albilla

Dazu kommen die 4 nicht aromatischen Sorten:

  • Quebranta
  • Negra Criolla
  • Mollar
  • Uvina


Er bildet die Basis des peruanischen Nationalgetränk Pisco Sour mit etwas Eiweiß, Zuckersirup (Jarabe de Goma), Zucker, Limettensaft, zerstoßene Eiswürfel und Zimt. Der Pisco Sour wurde in den zwanziger Jahren von einem Barman im Hotel Maurys in Lima zum ersten Mal kreiert.

Der Name Pisco stammt aus dem Quetchua – der Sprache der Inka und bedeutet soviel wie der fliegende Vogel.

Pisco ist das Zentrum der Paracas-Kultur (ab 1300 v. Chr.). Die Kultur ist besonders bekannt für ihre Stoff- und Webwaren. Größter Archeologischer Fund ist die Nekropolis mit 429 Mumienbündel und El Candelabro im Wüstensand auf der Insel vor Paracas. Die Nekropolis ist eine große in Mauer eingefasste Anlage mit halbunterirdischen Häuser. Die Mumien sind in eine große Menge Stoff eingewickelt, welcher fein gewebt aus frabenfrohen Garn ist. Die Bahne sind hierbei bis zu 25 Meter lang. Zusätzlich dazu wurden die Toten mit einer vielzahl neuer und ungetragenen Gewändern beigesetzt. Aufgrund des trocken Klimas waren die Leichen nicht verwest.

LaCandelabro chico-2

 

Der Candelabro ist ein Scharrbild (änlich denen in Nasca) der sich auf der Paracas Halbinsel befindet. Mit seiner Größe von 200Meter ist er weihin sichtbar. Die Halbinsel und die   umliegenen Islas Ballestas wurden zum Reserva Nacional erklärt. Gerade durch die trockene, eintönige Umgebung um Paracas und auf der Halbinsel selbst überraschen die Inseln sind für ihre Artenvielfalt bekannt. Hier tummeln sich hunderte Seelöwen, Inkaseeschwalben, Pinguine, Pelikana, Tölpel und Komorane. 


                                                             

 

 

 

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2007 wurde fast ganz Paracas wie auch Pisco von einem Erdbeben der Sträke 8.0 auf der Richterskala zerstört.
Inzwischen wurde es wiederaufgebaut. und ist auf dem Weg sich von einer Hafenstadt zu einem Feriendomiziel für die reicheren Peruaner zu entwicklen. Im Moment entfliehen diese noch dem Trubel von Lima in ihre Ferienhäuser rund um Asia 90km entfernt. Mit dem zunehmenden Wachstum von Lima und auch Asia suchen sie sich ein ruhigers, weiter entferntes Ziel. Paracas liegt 260km von Lima entfernt und ist gerade durch den fortschreitenden Ausbau der Autobahn gut zu erreichen. Durch das Erdbeben wurde viel zuerstört und viele Einwohner sind weggezogen. Gundstücke sind als verhältnismäßig günstig zu erwerben und Stadt wurde komplett neu "aufgebaut". Es gibt Luxushotels mit gute Restaurants wie das Hilton oder Luxury Collection Resort und das Wasser ist obwohl weiter im Süden wesentlich wärmer als in Asia.

 

 

 
 
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