Mineralien

Die Klasse der Edelsteine wird nicht durch eine natürliche Mineraliengruppe bestimmt. Die Zahl der Edelsteine ist also veränderlich und basiert auf der Beliebtheit und dem Vorkommen der Mineralien.


Allen Edelsteinen ist es gemeinsam, dass sie eine Härte von > 7 besitzen, von hoher Transparenz und Glanz sind.
Unabhängig von der Mode gibt es einige Mineralen, die immer zu dieser Gruppe gezählt werden, wie der Diamant, Smaragd, Rubin oder Saphir.
Mineralien die häufiger vorkomen, nicht ganz so hart sind oder nicht der Mode entsprechen aber für die Schmuckherstellung geiegnet sind werden als Halbedelsteine bezeichnet. Die Genze zwischen den Edelsteinen und Halbedelsteinen ist fließend und schwer zu ziehen. Es empfiehlt sich daher die Bezeichung Schmuckstein zu verwenden.
Seit jeher schreibt man den Schmucksteinen aufgrund ihrem funkelndem Farbenspiel geheimnisvolle, magische Eigenschaften und besondere Heilkräfte zu.
Schon Goethe schrieb in seinem Gedicht Segenspender:

Talisman in Karneol,

Gläubigen bringt er Glück und Wohl;
...
Alles Übel treibt er fort,

Schützet dich und schützt den Ort:
...
Und besonders werden Frauen

Sich am Talisman erbauen.

 

Chrysokoll

Chrysokoll (Kieselkupfer) ist ein Silikat mit einer smaragdgrünen, dunkelgrünen und bläulichgrünen Farbe. Durch seine Struktur entwickelt sich nach dem Schliff eine lebhafte Oberfläche die zwischen den einzelnen grüntönen wechselt. Nicht nur dadurch, sondern auch wegen seinem recht häufigen Vorkommen ist Chrysokoll ein gebräuchlicher Schmuchstein, allerdings besitzt er eine geringe Härte.

Chrysokoll chico

 

 

 

 Die chemische Formel ist CuSiO3.

 Die Härte ist : 2-4.

 Der Abbau findet vor allem in den USA, Mexico,Australien und vereinzelt auch in  Peru statt.

 

 

 

Sodalith

Sodalith ist ein Mineral mit einer meist dunkelblauen Farbe, offtmal mit weißen Mamorierungen. Es gibt aber eine Vielzahl von Variationen, sowohl vom Sodalith selbst, zum Beispiel ein rosafarbener Sodalith, oder auch von den Einschlüssen die von gelb bis rosa gehen können.

Die chemische Formel von Sodalith ist Na8 [Cl2|(AlSiO4)6]
Der Härtegrad ist: 5-6
Vorkomen gibt es in eigentlich überall auf der Welt wie in den USA, Afrika, Russland, Europa auch in Deutschland und in Puno in Peru. Allerdings sind die Vorkommen immer nur regional auf einen kleinen "Umkreis" begrenzt.

 

Tigerauge

Tigerauge besteht aus einem goldgelben bis brauen Mineral, dessen Struktur faserig ist. Durch den Schliff und die Politur entsteht ein seidenmatter Glanz und ein hübschen Farbspiel aufgrund der Struktur. Diese Farbspiel nennt man Chatoyance oder Katzenaugeneffekt. Daher hat das Tigerauge auch seinen Namen, aufgrund des Aussehens wie die hellbraune Iris des Auges.           

                                        
Tigerauge-chico
   

  Die chemische Formel ist SiO2 + FeOOH

  Der Härtegrad ist: 6-7

  Abbgebaut wird es Hauptsächlich in Südafrika und Australien aber auch in Peru gibt es lokale vorkommen. 

 

 

Türkis

Türkis ist ein selten auftretendes, wasserhaltiges Phosphat-Mineral in leuchtend türkisener Farbe.
Oftmal tritt dies in kugel-, blasenformigen Steinen mit Einschlüsse auf.

Es fand schon zu Zeiten der Ägypter Verwendung als Schmuckstein, wie zum Beispiel auf der Totenmaske von Tutenchamun.
Dadurch dass die Vereinigten Staaten eine der wichtigsten Abbaugebiete für Türkis ist, wurden schon bei den amerikanischen Ureinwohnern Schmuck mit diesem Stein hergestellt. Bekannt sind hiervon vor allem die Schmuckstücke der Azteken.

Die chemische Formel ist CuAL6(PO4)4(OH)8 - 4H2O

 

 
 
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